Meine Motivation, die Wählerliste PBW aufzubauen

Wir sind „Zugezogene“ in Allendorf/Lumda
1994 haben wir uns spontan in die wunderschöne Aussicht aus dem Küchenfenster einer Wohnung in Winnen verliebt und sind aufs Dorf gezogen. Gut vier Jahre später hatte uns das Leben „ganz weit draußen“ so überzeugt, dass wir ein Haus in Climbach gebaut haben, direkt am Wald und dicht bei den Wiesen – für mich bis heute die schönste Form zu leben.
   
Seit unsere vier Kinder im Kindergartenalter waren, habe ich mich engagiert – in allen Elternbeiräten von Kindergarten bis Gymnasium, ein paar Jahre als Schulelternbeiratsvorsitzende der Grundschule und Vorsitzende des Fördervereins.
  
Heute sind meine Hunde mein Hobby und ich im entsprechenden Verein ehrenamtlich aktiv.
Meine ganze Familie, mein Mann und meine inzwischen erwachsenen Kinder, sind ehrenamtlich und auch politisch engagiert.
Trotzdem hatte ich nie das Ziel, in die Kommunalpolitik einzusteigen.
  
Aber in den letzten Jahren gab es viele Punkte in der Allendorfer Kommunalpolitik, die völlig unverständlich und am Bürger vorbei geplant auf mich wirken. Angefangen hat es mit dem überdimensionierten Solarpark, der Climbachs Naherholungsgebiet zerstören soll.
 
Dann kam der Planungswettbewerb, wie die Zukunft von Allendorf aussehen soll, mit völlig gesichtslosen Entwürfen inklusive eines Stadtparks (100 m von der Lumdaaue – ein Park mitten im Grünen?). Und dann die Idee eines luxuriösen Rathausneubaus, der jeder Mittelstadt Ehre machen würde, aber für unser finanziell klammes Allendorf unbezahlbar und auch unpassend ist.
   
Wenn man als Bürger kritische Fragen gestellt hat, kam von allen Seiten von unseren gewählten Vertretern keine Antwort auf die Fragen, sondern immer nur die Aufforderung „dann engagieren Sie sich doch in der Kommunalpolitik, treten Sie einer Partei bei“. Leider konnte ich keine Partei im Stadtparlament von Allendorf/Lumda finden, die meine Vorstellungen und Interessen teilte – alle sind sich ja zurzeit auch wunderbar einig und damit beliebig.
So kam es, dass ich an der Gründung einer neuen Wählervereinigung beteiligt war.
  
Meine Vorstellung von Allendorf und seinen „Bergdörfern“ ist, den Charme und den Reiz, den diese Orte haben, herauszuarbeiten, zu erhalten, zu vertiefen und das Leben auf dem Land lebenswert zu machen. Durch die Lage im mittleren Lumdatal sind wir vielleicht benachteiligt, was Verkehrsinfrastruktur und Ansiedlung von produzierendem Gewerbe angeht.
Aber wir sollten uns auf die Vorzüge besinnen – und versuchen, ein attraktiver Wohnort und in Zeiten von Digitalisierung und schnellen Internetverbindungen auch ein Arbeitsort für Menschen, die Ruhe, Erholung und schöne Natur vor der Haustür haben möchten, zu sein.  .