Meine Motivation, die Wählerliste PBW aufzubauen

In Climbach sowie in Allendorf, dem Lumdatal und in Mittelhessen bin ich persönlich tief verwurzelt.
Von meinen Eltern her bin ich kein Hesse.
Die Wirren des Krieges haben meine Eltern nach Gießen und dann nach letztlich Climbach
verschlagen. D.h. ich lebe seit meiner Geburt in Climbach.
Bin aber eigentlich kein Einheimischer.
Meine familiären Wurzeln liegen in Danzig und in Norddeutschland.
Während meine Geschwister bei erster Gelegenheit Climbach verlassen haben, hat es mich immer wieder hierher gezogen.

Es ist meine Heimat.

Was macht Climbach und das Lumdatal zu meiner Heimat?

Ich bin in einer Zeit groß geworden, in der es viele Kinder in Climbach gab. Wir sind 1965 zu siebt in der alten Schule am Busecker Weg eingeschult worden. Später kamen noch einige hinzu, so dass es nur im Jahrgang 1958 in Climbach zeitweilig 8-10 Kinder gab. Die Kindheit in Climbach war Abenteuer pur.

Im Jugendalter kam irgendwann der Wunsch nach einem Sportverein in Climbach auf. Mit einigen Altersgenossen - u.a. dem Jürgen - haben wir 1976 mit wenig Erwachsenenunterstützung die Sportgemeinschaft Climbach gegründet.
Nachdem ich mich ca. 3 Jahre wegen der Bundeswehr an verschiedenen Orten in Deutschland aufgehalten habe, ist in mir die Erkenntnis gereift, dass Climbach, das Lumdatal und die umliegende Landschaft für mich der schönste Orte ist, wo ich sein kann.
D.h. ich bin 1981 wieder nach Climbach gezogen.

Die folgenden Jahre waren meine Sturm- und Drangzeiten mit allem, was dazu gehört. Aus dieser Zeit stammen andere Freundschaften, die mein Leben mitgeprägt haben. Seit dieser Zeit lebe ich mit einer dreijährigen beruflichen Unterbrechung in Climbach. Mit meiner Frau (Allendorferin) bin ich seit 1984 zusammen und immer noch glücklich.
Im Gegensatz dazu hat es meine Kinder auch bei erster Gelegenheit in die Welt gezogen.

Wenn ich heute darüber nachdenke, was ich an Climbach und dem Lumdatal schätze:
Die Nähe zur Natur mit den Rückzugsmöglichkeiten und die Chance, diese relativ ungestört zu genießen. 

Die Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit in Gießen oder Marburg zu sein, um die Vorteile einer mittleren Stadt zu genießen.
10 Kilometer bis zur Autobahn. Wir liegen mitten in Deutschland. D.h. in wenigen Stunden kann man fast jeden Ort in Deutschland mit dem Auto oder dem Zug von uns aus erreichen.
Frankfurt als Großstadt und der Flughafen sind auch nur eine Stunde entfernt. Ich kann z.B. mit einer Stunde Anfahrt und 7,5 Stunden Flug meinen Sohn in Kanada besuchen. Es gibt nicht viele Orte in Deutschland, von wo aus das möglich ist. Dadurch, dass mittlerweile auch die Infrastruktur z.B. Glasfaseranschluss, Radwege und
Nahversorgung immer besser wird, ist es auch immer weniger notwendig, in die Stadt zu fahren.

Homeoffice ist möglich.

Was ich eigentlich damit sagen will, 
nach meiner Wahrnehmung wird der ländliche Raum in der näheren Umgebung von Climbach immer attraktiver. Natürlich gibt es auch einen großen Nachteil. Für viele Dinge muss man noch mobil sein.
Mein Wunsch ist eigentlich, dass der Charakter unserer Landschaft erhalten bleibt und sich alle bewusst werden, wie wertvoll dieser gewachsene Kulturraum ist.


 Die Bewahrung der Natur und die Entwicklung der Lebensbedingungen für die nächsten Generationen sollen gesichert bzw. weiter vorangetrieben werden. Also moderne Infrastruktur mit funktionierender Natur im Umfeld. Hierzu gilt es, Vorhandenes zu bewahren bzw. so weiter zu entwickeln / umzugestalten, dass auch zukünftige Generationen sagen, meine Kindheit in Allendorf bzw. im Lumdatal war toll.

Was heißt das in Bezug auf die Wählerliste PBW?

Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass die handelnden Kommunalpolitiker ähnlich denken wie ich.
Dem scheint nicht so zu sein. Was heißt das für den PBW? Der PBW sollte Heimat für diejenigen sein, die daran interessiert sind, hier auch zukünftig ein Leben auf dem Land zu genießen.
Also gilt es doch die Frage an Eltern, junge Erwachsene, Jugendliche und Kinder zu stellen, was nötig ist, damit auch sie sich weiterhin hier wohl fühlen und beginnen, sich für Allendorf und seine Stadtteile zu engagieren.
Meiner Meinung nach liegt die Zukunft von Allendorf darin, die Attraktivität für Freizeitaktivitäten zu erhöhen. Das bringt auf Dauer sicher mehr, als krampfhaft zu versuchen, noch irgendeinen Gewerbebetrieb anzusiedeln.

Wenn sich Allendorf als naturnaher Wohnort mit hohem Freizeitwert etabliert, ist der Kommune wahrscheinlich auf Dauer am besten geholfen.

Das ist mein Wunsch für die zukünftige Politik des PBW.